Fasten (as-Siyaam) und Ramadhaan
Schaych ‘Abdurrahmaan bin Muhammad bin Qaasim, möge Allah sich seiner erbarmen, sagt:
„Als der fastende Gläubige wusste, dass die Zufriedenheit im Unterlassen seiner Begierden liegt, stellte er die Zufriedenheit seines Herrn vor seine Gelüste. So wurde sein Genuss, das Unterlassen seiner Begierden für Allah, weil er an die Beobachtung durch Allah glaubt und daran, dass seine Belohnung und seine Bestrafung gewaltiger sind als ein Genuss, den er im Alleinsein erfahren kann. Der Zufriedenheit seines Herrn den Vorzug gebend vor den Gelüsten seiner selbst. Ja der Gläubige verabscheut dies in seinem Alleinsein mehr als den Schmerz eines Schlages. Und deshalb würden viele Gläubige, würde man sie schlagen um im Ramadhaan, ohne Entschuldigung, nicht zu fasten, es nicht tun, weil sie wissen, dass Allah das Nichtfasten in diesem Monat verabscheut. Und das gehört zu den Merkmalen des Glaubens: Dass ein Gläubiger, das was ihm von seinen Begierden passt, verabscheut, wenn er weiß, dass Allah es verabscheut. So wird sein Genuss das, was seinen Herrn zufriedenstellt, selbst, wenn es seinen Gelüsten widerspricht.“
(Wadhaaif Ramadhaan, Seite 14-15.)
Und Schaych Ahmad bin Yahyaa an-Nadschmi, möge Allah sich seiner erbarmen, sagt:
„Das Fasten (as-Siyaam) bedeutet in der Sprache: das Unterlassen. Und es wird definiert als das Unterlassen des vernünftigen Muslims oder der vernünftigen Muslimah, die frei ist von Menstruation und Wochenbett, zu essen, zu trinken und der sexuellen Begierde nachzugehen, vom Anbrechen der zweiten Morgendämmerung bis zum Untergehen der Sonne, mit der Absicht der Anbetung. Das ist das Beste was zu seiner Definition gesagt wurde. Und wenn mit dem Fasten das Unterlassen der erwähnten Dinge gemeint ist, dann wird das Unterlassen jeder Sache in der Sprache „Fasten“ genannt. Und dazu gehört die Aussage von Allah, erhaben ist er, in der Geschichte von Maryam: „Dann sage: Ich habe dem Barmherzigen ein Fasten versprochen, also werde ich heute mit keinem Menschen reden“ [Surat Maryam (19), Ver 24], also das Unterlassen des Redens. Und das Fasten machte Allah, mächtig und ruhmreich ist er, seinen muslimischen Dienern im zweiten Jahr der Hidschrah zur Pflicht und machte es zu einer der Säulen des Islam.“
(Taasis al-Ahkaam ‘alaa maa sahha ‘an chayri al-Anaam bi Scharh Ahaadith ‘Umdatu al-Ahkaam, Band 3, Seite 130.)







